Was ist Ultraschall?

UltraschallUltraschall beschreibt ein Frequenzspektrum jenseits der menschlichen Wahrnehmung im Bereich ab etwa 16 KHZ (Kilohertz) – 1.6 GHZ (Gigahertz). Ultraschallwellen benötigen immer ein Medium, um sich ausbreiten zu können. Hierbei kann es sich um Luft, Wasser oder andere Festkörper/Flüssigkeiten handeln. Grundsätzlich breitet sich Ultraschall mit einer sogenannten Längswelle (Longitudinalwelle) aus.

Der Übergang von Luftschall in Festkörper kann nur dann erfolgen, wenn die Schallwelle in unmittelbarer Nähe abgestrahlt wird und ein Ankopplungsmedium mit einer bestimmten Dichte und angepassten akustischen Eigenschaften dazwischen liegt. Je nach Eigenschaft wird der Ultraschall an einem Hindernis entweder reflektiert, in ihm absorbiert oder er tritt einfach durch das Hindernis hindurch (Transmission). Wie bei allen Wellenarten tritt auch bei Ultraschall Brechung, Beugung und Interferenz auf. Grundsätzlich wird Ultraschall in einem geschlossenen feuchten Milieu sehr gut übertragen. Die jeweilige Eindringtiefe des Ultraschalls hängt in erster Linie von der verwendeten Frequenz und auch von der Amplitude (Stärke des Signals) ab. Beim Ultraschall gilt: Je niedriger die verwendete Frequenz, umso tiefer dringt die Schallwelle in das Gewebe ein. Im Gedankenzeitalter von „Schneller, Höher, Weiter“ eine durchaus erstaunliche Begebenheit. Für den medizinischen und kosmetischen Einsatz werden grundsätzlich zwei verschiedene Möglichkeiten für einen Ultraschalleinsatz gewählt und unterschieden:

  1. Dauerschall: In diesem Falle wird der Schall mit einer bestimmten Frequenz und  Amplitude (Stärke des Signals) kontinuierlich erzeugt und abgegeben.
  2. Impulsschall: Hier erfolgt die Abgabe einer bestimmten Frequenz und Amplitude mit definierten Pausen.

Der Dauerschall hat gegenüber dem Impulsschall den Vorteil, dass hier in jedem Falle eine Wärmereaktion stattfindet. Bei sehr hohen Amplituden ist jedoch Vorsicht geboten - wenn der Ultraschallkopf zu lange an einer Gewebsstelle verharrt, kann es zu sogenannten „Hotspots“ (starke Erwärmungen bis hin zu Hitzeentwicklung) kommen.